Die Biene

Biene bei der Arbeit

Bienen gibt es schon seit rund 50 Millionen Jahren auf der Erde. Älteste Beweise dafür sind die in Bernstein eingeschlossenen Bienen aus dem Eozän.

Die ersten Funde echter Honigbienen aus Mitteleuropa stammen aus der Übergangszeit vom Oligozän zum Miozän vor rund 25 Millionen Jahren.

Die frühesten Hinweise auf eine „Beziehung“ zwischen Bienen und Menschen lassen sich in der Steinzeit durch Felsmalereien nachweisen. In Çatal Hüyük in Anatolien (um 6600 v. Chr.) und in den Cuevas de Araña bei Bicorp, nahe Valencia (um 6000 v. Chr.), existieren die ältesten Felsdarstellungen des Honigsammelns. Zu dieser Zeit gab es noch keine von Menschen betriebene Bienenhaltung. (Quelle: Inauguraldissertation Birgit Sonja Feierabend)

Die Biene als Volk

Die Bienen sind eine Insektengruppe, in der mehrere Familien der Hautflügler (Hymenoptera) zusammengefasst werden. Umgangssprachlich wird der Begriff Biene meist auf eine einzelne Art, die Westliche Honigbiene (Apis mellifera) reduziert, die wegen ihrer Bedeutung als staatenbildender Honigproduzent, aber auch wegen ihrer Wehrhaftigkeit besondere Aufmerksamkeit erfährt. Dabei handelt es sich bei den Bienen um eine recht große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Arten. Viele davon, vor allem die solitär lebenden, werden unter dem Begriff Wildbienen zusammengefasst. Quelle: Wikipedia

Sprechen wir über die Honigbiene. Eine Honigbiene allein ist nicht lange überlebensfähig. Sie benötigt die Gruppe, den Verband, eben das Bienenvolk, um als Art zu überleben und sich fortzupflanzen. Das Bienenvolk lebt in einem Nest aus mehreren Waben mit Brut und Nahrungsvorräten. Die Nahrung wird gemeinsam gesammelt und eingetragen, verarbeitet und gelagert. Die Brut wird damit gefüttert. Im gemäßigten Klima dienen die Nahrungsreserven als Futter für den Winter. Das Bienenvolk vermehrt sich durch Schwärmen, indem ein Teil des Volkes mit der Königin das Nest verlässt und ein neues Volk gründet.

Imker neigen traditionell dazu, das Bienenvolk mit einem Staat zu vergleichen und den Einzelwesen Begriffe aus der Welt des Menschen zuzuordnen. Da wird von der Arbeiterin und der Königin gesprochen. Während die Arbeiterin als Wesen ohne eigenen Willen gesehen wird, bestimmt die Königin alles. Das spiegelt sich auch an dem aus dem Mittelhochdeutschen für ‚Oberhaupt‚ abgeleiteten Begriff ‚Weisel‚ wieder. Ein Volk ist weiselrichtig, es hat eine Königin. Im Stock bilden die pflegenden Bienen einen Hofstaat, wenn sie sich um die Königin aufreihen. Wenn sie ausfliegt, um sich zu paaren, spricht man vom Hochzeitsflug.

Das Sozialverhalten der Biene

Sozialverhalten

Eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren eines Bienenvolkes ist die Arbeitsteilung. Sie ist abhängig vom Alter der Bienen, ohne starr zu sein. So können ältere Bienen Aufgaben von den jungen übernehmen, wie es in der Brutaufzucht häufig vorkommt. Genauso können junge schnell ‚alt‘ werden, wenn plötzlich Sammlerinnen gebraucht werden. Das Ganze wird, wie für einen Superorganismus typisch, nicht von oben gesteuert, sondern ist eine Entscheidung von unten.

Thomas Seeley beschreibt es als alleinige Entscheidung jeder Einzelbiene aufgrund von bestimmten Reizen, die kleine Veränderungen hervorrufen, die wiederum Reize für andere Bienen darstellen und auch bei ihnen zu Entscheidungen führen. Am Ende resultiert aus all den Kleinentscheidungen das Makroverhalten des gesamten Bienenvolks. Wabenbau, Wabennutzung und Schwarmverhalten sind solche Makroentscheidungen.

Im Frühjahr und Sommer zieht ein Bienenvolk Brut auf. Die Entwicklungsprozesse der Brut hängen wesentlich von der Temperatur ab. Mit der Höhe der Temperatur werden sie beschleunigt und bei konstanter Temperatur in der Dauer festgelegt. Ein Bienenvolk regelt die Temperatur der Brut sehr genau auf 34° bis 36° C ein. Dabei wärmen die mehr als zwei Tage alten Bienen nicht den Raum, sondern geben die Wärme direkt an die Brut ab, entweder von oben oder über die Wände freier benachbarter Zellen. Quelle: Bienen naturgemäß halten, Wolfgang Ritter

Blog

Zuchtverfahren
bee-my.world

Aufzuchtverfahren von Königinnen

Bienenwabe Im Laufe der Jahre wurden von den Züchtern  Aufzuchtmethoden entwickelt. Fast jeder bedeutende Züchter hat sein eigenes Verfahren. Dabei muss gesagt werden, dass früher vieles umständlicher und mit mehr Beiwerk durchgeführt wurde, als es heute üblich Weiterlesen …

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen